Zwischen Triathlon und Steuerberatung
Was hat dich dazu inspiriert, und was reizt dich an dieser extremen Herausforderung?
Ursprünglich komme ich aus dem Laufen. 2016, 2017 habe ich damit angefangen und mir über das Bike-Leasing von Rödl mein erstes Rennrad geholt. Irgendwann stand ich vor der Entscheidung: Will ich im Laufen immer schneller werden – oder suche ich mir eine neue Herausforderung? So bin ich zum Triathlon gekommen. Inzwischen habe ich zwei Mitteldistanzen und eine olympische Distanz hinter mir. Aber die Challenge Roth – die lange Distanz – hatte ich schon immer als kleinen Traum im Hinterkopf.
Ich habe mich einfach angemeldet, ohne groß zu hoffen. Die Plätze waren letzten Sommer – ich glaube innerhalb von 18 Sekunden – vergeben und hatte tatsächlich direkt Glück. Jetzt bin ich hier. Und jetzt kommt der eigentliche Teil.
Wie viel trainierst du aktuell, und wie schaffst du es, Job und Training unter einen Hut zu bekommen?
Aktuell sind es zehn bis dreizehn Stunden pro Woche: zweimal schwimmen, dreimal laufen, zweimal Radfahren. Das Schwimmen macht etwa zweieinhalb bis drei Stunden aus, das Radfahren fünf bis sechs Stunden – Tendenz steigend – und das Laufen rund drei Stunden. Was mir hilft, ist die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten. An Tagen, an denen ich von zu Hause aus arbeite, trainiere ich manchmal auch vor der Arbeit oder in der Mittagspause. An Bürotagen schaue ich, dass ich nach der Arbeit noch laufen gehe oder das Schwimmbad nutze, solange es offen ist. Das sind dann lange Tage und da kommt auch schon mal vor, dass ich dann erst zwischen acht und neun Uhr abends zu Hause bin.
Wenn du Training und Job miteinander vergleichst: Welche Fähigkeiten oder Eigenschaften helfen dir in beiden Bereichen?
Ich glaube, das Wichtigste ist in beiden Fällen dasselbe: Es muss Spaß machen. Du verbringst so viel Zeit damit – mit dem Training, mit dem Job – dass du ohne Freude daran nicht weit kommst. Natürlich gehört im Training auch eine gewisse Quälerei dazu, und es gibt schwierige Phasen, durch die man mit Disziplin hindurchmuss. Aber die Grundmotivation muss stimmen. Beim Steuerberater-Examen war das genauso: In der Freistellung sitzt man täglich stundenlang mit dem Stoff. Das muss einem schon liegen.
Es gibt Tage, an denen gar nichts geht – im Training wie beim Lernen fürs Examen. Die muss man einfach akzeptieren. Dann darf der nächste Tag wieder besser sein.
Steuerberater
Was macht dir im Training und im Job jeweils am meisten Spaß?
Im Training ist es das Draußensein. Jetzt, wo das Wetter es hergibt, vier Stunden oder mehr auf dem Rad zu sein – das ist wirklich schön. Und es hilft, den Kopf freizubekommen. Bei der Arbeit ist es wahrscheinlich der soziale Aspekt: die Leute um einen herum, die einem helfen, den Job mit Freude zu machen. Und dann die Abwechslung in den Aufgaben – das passt eigentlich gut zum Triathlon: Nur Laufen war zu langweilig, also kamen Radfahren und Schwimmen dazu. Im Job ist es ähnlich.
Hast du jemals an deiner Entscheidung gezweifelt?
So richtig gezweifelt habe ich bis jetzt nicht, aber vielleicht kommt das noch. Das Training wird von Woche zu Woche anstrengender, aber was mich trägt, ist der Gedanke, dass ich mir am Ende einen kleinen Traum selbst erfülle. Der Trainingsplan läuft über insgesamt 24 Wochen – und man sagt sich: Jetzt halte ich durch, und dann ist es so weit. Respekt schwingt natürlich immer mit, gerade bei einer Premiere auf dieser Distanz. Aber das Vorhaben als solches habe ich nie angezweifelt.
Was bedeutet Teamgeist für dich – im Sport und bei der Arbeit?
Triathlon ist im Kern eine Einzelkämpfersportart. Und trotzdem ist es, sowohl im Training als auch bei der Arbeit wichtig, Menschen um sich zu haben, die man mag – das macht beides einfach schöner. In der Laufgruppe spornt man sich gegenseitig an und erreicht Leistungen, die man alleine vielleicht nicht gebracht hätte.
Bei der Arbeit ist es ähnlich: Es sind die Menschen um einen herum, die den Job und den Alltag ausmachen. Das gemeinsame Arbeiten an etwas, das größer ist als man selbst, macht den Unterschied. Ich glaube, das ist auch so ein bisschen das, was Rödl ausmacht – dass man eben nicht alleine läuft.
Triathlon ist im Kern eine Einzelkämpfersportart – und trotzdem ist es wichtig, Menschen um sich zu haben, die man mag. Ich glaube, das ist auch so ein bisschen das, was Rödl ausmacht: Dass man eben nicht alleine läuft.
Steuerberater
Hattest du schon einmal einen Moment, wo du gedacht hast: Genau deshalb bin ich bei Rödl?
Was mir spontan einfällt, ist das Thema Veranstaltungen, zum Beispiel das Skiwochenende. Wenn plötzlich acht- bis neunhundert Leute auf einmal das kleine Dorf Alpbachtal fluten, ist das schon beeindruckend. Wir reisen ja immer schon am Freitag an, und spätestens am Samstag ist gefühlt jeder Zweite vor Ort von Rödl. Aber eigentlich sind es auch die kleinen Momente: wenn man in Köln nach der Arbeit zusammen am Rhein sitzt und den Abend ausklingen lässt. Das muss nicht immer das große Event sein – auch diese ruhigen Momente machen viel aus.
Wie unterstützt Rödl dich, damit du sowohl beruflich als auch sportlich erfolgreich sein kannst?
Die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten ist dabei eine große Hilfe. Das ermöglicht mir, das Training flexibel in meinen Arbeitsalltag einzubauen. Darüber hinaus hat Rödl meinen Start bei der Challenge Roth gesponsert. Nachdem ich intern das Gespräch gesucht hatte, haben wir gemeinsam eine Sponsoring-Idee entwickelt. Das Thema Sport hat dabei offenbar einen Nerv getroffen – bei Rödl gibt es eine echte Affinität zum Sport. Am Ende hat Rödl die Startgebühr übernommen, und ich freue mich, dass dafür mein Triathlonanzug jetzt das Rödl-Logo trägt.
Was rätst du jemandem, der vor einer ähnlich großen Herausforderung steht – im Sport oder im Beruf?
Zuallererst muss es Spaß machen. Das klingt einfach, aber das meine ich ernst. Neben einem Vollzeitjob so ein Projekt stemmen zu wollen, ohne echte Begeisterung dafür zu haben – das funktioniert nicht lange. Gleichzeitig braucht man eine gewisse Disziplin, gerade in den schwierigen Phasen. Und man muss schlechte Tage akzeptieren: Die gibt es im Training, beim Examen, im Job. Man muss sie einfach zulassen – und dann darf der nächste Tag wieder besser sein.
Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg bei der Challenge Roth!
Nachtrag: Dominik hat am 5. Juli 2026 die Challenge Roth mit der herausragenden Finish Zeit von 11h 52min 35s gemeistert. Herzlichen Glückwunsch von der gesamten RÖDL-Mannschaft! Für ihn steht fest: Das war nicht sein letzter Triathlon.